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Montag, 16. Mai 2016

IZI Meeting 2016

Auf geht's!

Das IZI Meeting in Polen wartete auf uns. Aber bevor es los ging war noch etwas Stress angesagt.
Am Sonntag Abend hatte ich noch per Express beim Louis ein neues Anlasserrelais und Blinkerbirnchen bestellt. "Immer diese Zubehörblinker mir ihren Spezialleuchtmitteln, ehrlich."
Montag nach der Arbeit ging es direkt zum zweiten Hobby. Ich hatte mich als Helfer/Ampire für den BBQ-Firmencup zur Verfügung gestellt.
Dienstag ging es gleich vor der Arbeit mit den ausgebauten Rädern zum Mopedhändel. Neue Reifen müssen dringen drauf. Schließlich wollen wir am IZI die Schlammtour fahren. ;-) Zum Glück hatte er noch am selben Tag Zeit und ich konnte sie nach Feierabend wieder frisch besohlt holen. Abends dann ab zum Kumpel. Wäsche waschen. Meine Waschmaschine hatte letzen Woche die Arbeit eingestellt. Grrr.
Mittwoch Abend war dann endlich Zeit zum Schrauben. Die Räder waren schnell eingebaut. Dann ging es ans Aufdröseln der vorübergehenden Verkabelung, Relais einsetzen, Stecker an die Kabelenden pressen (Einen Originalstecker zum Kabelbaum hatte ich so schnell nicht auftreiben können), Blinkerbirnhcen ersetzen, Steckdose wieder in betrieb nehmen und meine Griffheizung wieder funktionstüchtig machen. Haaa! Passend zum Sonnenuntergang lief alles wieder. Super!


Währenddessen erfahre ich von Bene, dass er seinen Krümmer nicht dicht bekommt. Also bot ich ihm an, neue Kupferdichtung beim Louis zu organisieren und seine Kiste morgen gemeinsam fertig zusammen zu setzen.
Donnerstag nach dem Feierabend ging es mit dem PKW zum Louis. "Was eine Verkehr heute wieder. Ausgerechnet heute." Und so ist es schon kurz vor 19:00Uhr als ich durch die Wohnungstüre trete.
Schnell wurde noch gegessen und anschließend die sieben Sachen für das anstehende Campingwochenende am IZI Meeting gesucht. Und schwups ist es 20:30Uhr bis ich endlich in Regenklamotten auf der Transe nach Weiden sitze. Die ersten 30km auf der Autobahn waren nicht schön. Kommen doch richtige Gewitterschauer von oben. Ca 50min später trudel ich vor Bene's Garage ein. Andrea und Rafael sind schon lange da. Ihre Kisten stehen bereits da. Und so kommt Bene mit einem Bierchen in der Hand runter und wir schrauben noch schnell seine Transe fertig zusammen. Anschließend geht es in die Wohnung und wir verbringen einen schön Ratschabend bei Bier und dem ein oder anderen Schnaps.

Danke Bene!

Freitag morgen kommt noch Manne dazu. Er hat frische Semmeln mitgebracht und wir Frühstücken erst noch gemeinsam. Gegen 11:30Uhr sind wir endlich im Fünfertrupp auf der Straße und der erste Stop ist gleich nach der Grenze zu CZ an der Tankstelle.
Bene hat eine tolle Route auf kleinen Nebenstraßen mit Zwischenstop Mopedhöhle erstellt. Und so tingeln wir in einem angenehmen flotten Tempo über die Straßen.

Tom Andrea Bene Manne Rafael


Als uns der Weg durch eine Schranke versperrt wird. Entschließen wir kurzerhand, dass jemand mit Navi vorfährt. Also stelle ich mich bereit. Schnell schnell das Zeil Mopedhöhle, ist ja noch von Samstag in der Liste der letzten Ziele, ausgewählt und weiter geht es kurvenreich durch die Berge von CZ. Ab und an bremse ich unseren Trupp aus, krame aus meiner Jackentasche die Kamera und versuche Fahrfotos zu knipsen:




Und 20km vor dem Ziel kommt mir die Gegend doch immer vertrauter vor und ich denke mir. Nein! Niemals ist das die Gegend der Mopedhöhle. Hier war doch unsere letzte Unterkunft am Samstag. Zefix! Also bleiben wir stehen und ich suche mir das richtige Ziel. Alle sehen mich entsetzt und hungrig an, als sie erfahren, dass es noch 120 weitere Kilometer bis zur Höhle sind. Also erstmal Zwischenstop beim nächsten Gasthaus. Und wie es der Zufall will kommt genau jetzt wieder ein ordentlicher Regenguss aus den Wolken. Als hätte mein Navi das geahnt. :-P
Frisch mit Kaffee getuned und durch Gulaschsuppe gefüllt geht's weiter. An der Mopedhöhle des Motoklub PEKELNÉ DOLY angekommen fliegen als erstes die Regenklamotten. Für mich ist es jetzt schon der zweite Besuch in nur einer Woche. Die Höhle hat geöffnet und es sind nur ganz wenige Besucher da. Das Feeling ist ein ganz anderes als am Samstag.




Nach einigen Fotos und einer Runde Cola ziehen wir weiter. Der Nächste Stop ist nur etwa 500m weiter. Denn ich will unbedingt noch in die kleine "Spielhöhle" ums Eck. Diese war mir letzten Herbst schon aufgefallen. Damals war es mir allerdings zu dunkel. Und letzten Samstag wurde sie durch einen Trupp Mountainbiker blockiert. Aber heute ist freie Bahn! Uns so spielen wir vier Männer ein wenig. Andrea wundert sich ein wenig warum wir das so toll finden.



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Schon jetzt steht fest, dass wir nicht pünktlich am IZI Meeting ankommen werden. Es stehen noch weitere 125km an. So stelle ich das Navi auf eine schnellere Route um. An der Grenze CZ-PL stoppen wir noch einmal. Hier sieht es aus, als hätte der tasmanische Teufel von Disney durchgefegt. :-D "Ob ihm die Einreise verweigert wurde?"


Es ist bereits ca 21:30Uhr als wir die Burg zum IZI Meeting befahren. Und zufällig kommt Uli uns entgegen. Er hat bereits Stiefelbierchen für uns organisiert. Es ist geschafft. Wir sind da. Nach einem kurzen Ratsch müssen wir aber schon zur Anmeldung. Diese macht um 22:00Uhr dicht. Wir schreiben noch artig unsere Namen auf einen Zettel (Pc war schon aus) und bekommen unsere Tickets. Wir ziehen weiter zum Grill und stauben noch die letzten Würste ab.


Ca eine Stunde später machen wir uns auf den Weg und suchen verzweifelt einen vernünftigen Platz für unsere Zelte. Als plötzlich Andrea kommt und uns mitteilt, dass bei einem Bekannten noch locker drei Zelte platz hätten ist auch dieses Problem behoben. Mit Stirnlampe bewaffnet machen sich Manne, Bene und ich uns an Werk und ziehen anschließend wieder in die Burg. Bierzeit und Party!


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Gute Nacht zusammen!

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Tag 2:

Als mich um 7:00Uhr die Blase aus dem Schlafsack zwingt nutze ich den menschenleeren Mopedstellplatz für ein Foto. Ist der Anblick nicht toll? Nur Enduros zu sehen.  :-P


Da alles noch so still ist, verkrümle ich mich nochmal für 30 Minuten im Schlafsack und versuche etwas Wärme zu tanken. Anschließend mache ich mich ans Werk und schmiere schonmal meine Kette. Diese ist auf Grund des Regens vom letzten Tag recht trocken.
Mit Zahnbürste und Handtuch bewaffnet gehe ich in die Burg. Frühstücken und ein wenig körperliche Pflege am Waschbecken. Manne ist bereits mit Andrea und anderen zu Tisch. Gerade als wir wieder zum Zelt gehen kommt uns Bene entgegen. Jetzt ist auch er erwacht. Als ich vorhin an sein Zelt gerüttelt hatte kam nur ein leises Raunen zurück. :-)
Am Parkplatz ist schon deutlich Bewegung. Langsam machen sich einige für die geführten Touren bereit. Als Bene auch wieder da ist beschließen wir, die JAGNA ENDURO TOUR (2/3 Schotter und Feldwege) zu dritt eigenständig nach zu fahren. Bene hatte sich bereits zu Hause die Tour auf's Handy geladen. Und so starten wir ca 30 Minuten später zur "Schlammtour". Viel Schlamm finden wir allerdings nicht. War es in der Region die letzten Tage doch sehr trocken. Stattdessen hat es ordentlich Staub. Und so lasse ich zu Bene und Manne immer schön Abstand. Schließlich will ich was sehen und nicht den Tag in einer Wolke verbringen. :-P

Gruppenfoto: Ich, Bene, Manne

Die Landschaft hier in Polen ist sehr ähnlich zu Tschechien. Und so bummeln wir zu dritt immer den Reifenspuren der geführten Gruppe hinterher und genießen den Spaß in den noch verbliebenen Schlammpfützen. Als wir an dem schönen, gemauerten Damm Pilchowce ankommen stoppen wir für eine etwas längere Pause.


Die Pause ist nicht ganz so freiwillig etwas länger. Als wir eigentlich weiter wollen fällt mir auf, das Manne einen Batschen (Platten) hat.
Ruck zuck kramt Bene sein Werkzeug, Montiereisen und Flickzeug aus seinem Koffer. Ich suche einen geeigneten Ast zum Aufbocken und zu dritt machen wir uns an Werk:




Und wie wir so vor uns hin wurschteln stoppen logischerweise andere geführte Touren. Schnell sind wir das Highlight und Manne darf sich für das ein oder andere Foto in Pose setzen. Andere amüsieren sich über unseren "afrikanischen" Wagenheber.  Als das Hinterrad wieder da ist wo es hin gehört brechen auch wir weiter auf.
Den Abzweig zur eigentlichen Mittagspause lassen wir aus. Wir beschließen an einem schönen Plätzchen unsere mitgeführten Vorräte zu essen. Eine schicke Wiese ist schnell gefunden und wir posieren für eine weiteres "cooles" Gruppenfoto:


Lange dauert es nicht bis andere unseren Weg kreuzen. Denn durch das Auslassen der Mittagspause haben wir einige Trupps überholt. Wir lassen uns aber nicht behindern und gewähren den Rennsemmeln und Radaubesen die Vorbeifahrt.


Kurz vor Ende der wunderbaren und lustigen Tour entdeckt Bene einen tollen Platz zum fotografieren. Liegen hier alte Gleise im Boden, auf denen ein Trampelpfad führt.


Kurz schwenke ich meinen Kopf zu Bene oder Manne, weiss schon nicht mehr wer es war, und frage: "Wollen wir da lang?" Und schön ertönt von Nummer Drei aus unsrem Trupp: "Klar fahren wir da lang!" Jipiii!


Zurück auf der Burg gibt es wie üblich erstmal ein Stiefelbier. Dieses hatten wir uns zuvor in einem kleinen Supermarkt organisiert. Anschließend ab in die Burg, Biertrinken, Abendessen und Party!

Zwischen drin sind die Kamera und ich etwas durch die Räumlichkeiten geschlendert und haben ein paar Eindrücke gesammelt. Echt super! Überall hat es Schlafplätze und die Leute sitzen gemütlich zusammen.





Gerade noch passend den Absprung geschafft, schmeiße ich mich ins Zelt und friere.

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Tag 3:

Guten morgen IZI Meeting. Die Nacht war kälter als gedacht und so schnappe ich mein Handtuch und Duschzeug und begebe mich auf den Weg zu einer warmen Dusche. Ach tat das gut.
Anschließen wie gehabt Frühstück und dann Sachen packen. Leider. Denn das IZI Meeting ist zu Ende.
Für Bene, Andrea, Uli, Uwe, ... geht es weiter. Sie fahren über die Slowakei zum ITT nach Ungarn.
Und so stehen Manne und ich verlassen an unseren gepackten Mopeds und schweigen erstmal vor uns hin. Wie gerne würden wir beide auch auf Tour gehen. Hmmmm.
Kurzer Hand beschließen wir nicht sofort die Heimfahrt an zu treten. Wir wollen die Schlammtour nochmal bis zum Damm fahren. Mit Gepäck. "Es kann ja nicht angehen, dass nur die anderen Spaß haben und wir schon heim müssen." :-P
Und schon sitzen wir auf unseren Transen und fahren bis zum Damm.


Als wir dort ankommen ist es schon kurz nach 11:00Uhr. Wir gönnen uns mit dem restlichen Zloty noch einen Kaffee, eine Cola und zwei frisch frittierte Teigkringel.
Jetzt aber nichts wie los. Manne erwartet um 17:00Uhr daheim Besuch. Somit geht es auf der schnellsten Route weiter. Ab CZ geht es auf die Autobahn uns so fahren wir mit 120-130km/h gemeinsam bis Pilsen. Ab Pilsen trennen sich auch unsere Wege. Nachdem alle Kunststücke vor Langeweile durch waren, entschloss ich mich auf der kürzesten Route nach Hause zu fahren.

Als Souvenir gab's mal wieder ordentlich Dreck am Bike. Und die neuen, gebrauchten Koffer sind jetzt auch endgültig eingeweiht:



Fazit zum IZI Meeting:

Genail! Einfach nur genial! Die Location ist schon wirklich der Knaller. Leider war die Anreise etwas nass und die Heimfahrt und Nächte etwas frisch. dennoch gab es während des gesamten Treffens keinen Regen.  Abendessen und Frühstück war genau der Mix den Biker wünschen. Super nette Leute kennen gelernt, ...
Ich denke es ist DAS Reiseendurotreffen in Zentraleuropa. Auf dem Parkplatz war eine Streettrible, 4-5 Bobber und ein Scramler zu sehen. Der Rest waren alles Varianten von Enduros.

2017 findet ihr mich wieder am IZI.

Tschüss und bis Bald. Nächste Tour ist erst für Anfang July geplant. Mal sehen was sich dazwischen ergibt.



Sonntag, 8. Mai 2016

CZ-Runde Tag4

Das böse Erwachen,

als der Wecker um 7:30 klingelt werfe ich einen Blick zu Peter rüber. "What the Fuck!" (entschuldigt den Ausdruck). Aber sein Auge ist extrem dick angelaufen. Ich frage ihn ob er schmerzen hat. Er verneint die Frage.  Es juckt nur ein wenig und er kann alles sehen.
Ich mache mich mit der Übersetzungs-App am Handy auf den Weg nach unten und Zeige der Hausdame meine Frage. Sie zögert nicht lange und gibt mir sofort einen Beutel mit Eiswürfeln.
Auge wird gekühlt, Peter will fahren, also machen wir uns nach dem Frühstück gemeinsam auf den Heimweg.
Wer schlängeln uns über Schnell- und Nebenstraßen zwischen Karlsbad und Pilsen immer Richtung Süden. Ja, wir wollen heute etwas flotter voran kommen. Denn heute ist Muttertag und Willi möchte noch zum Feuerwerk in Burghausen. 
Nichts desto trotz genießen wir ein letztes mal die Landschaft, Apfel-, Pappelalleen und riesigen Rapsfelder.





Vor der Grenze in Furth im Wald wird ein letztes mal getankt und gemeinsam zu Mittag gegessen. Anschließend geht es zurück über der Grenze nach Deutschland. Gemeinsam fahren wir noch bis Cham. Ab hier fahren Peter und Willi Richtung Straubing und dann ab nach Hause. Für mich geht es auf Nebenstraßen zurück nach Regensburg.
Am frühen Nachmittag komme ich an und beginne sofort mein Motorrad zu zerlegen. Dienstag gehen die Räder zum LOMOT. Reifenwechsel. Abends wird gleich per Express beim Louis ein neues Relais bestellt. Donnertag soll die Kiste wieder tiptop laufen. Über Pfingsten geht es zum IZI-Meeting nach PL. Ihr seht schon, die nächste Geschichte lässt nicht lange auf sich warten.

Fazit:
Abgesehen von ein "paar" kleinen Problemen hatten wir sehr schöne Tage im Nachbarland. Und ich kann nur weiterhin behaupten: Ein Kurztrip nach CZ lohnt sich immer wieder.

Bis die Tage,
Tom



Samstag, 7. Mai 2016

CZ-Runde Tag3

Servus,

Tag drei begrüßt uns heute wieder mit super Sonne. Die Nacht und das Frühstück war wieder super.
Nach dem entspannten Frühstück geht es gleich zu den nahegelegenen Prachovske Skaly. Diese sind gerade mal 13km von unserer Unterkunft entfernt. Kaum sind unsere Moped warm gefahren schon stellen wir sie auf dem Parkplatz wieder ab. Der Eintritt zu Felsenstadt kostet 70 Kronen. Wir entscheiden uns für die kurze gelbe Runde. Diese umfasst quasi das "Zentrum".  Und so stapfen wir los und genießen eine geniale Naturkulisse. Am liebsten würde ich diese den ganzen Tag auf mich wirken lassen. Aber wir haben ja noch ein weiteres Tageshighlight auf der Liste. Der Weg durch die Felsen führt zum Teil auf extrem engen Passagen über Stufen durch die Felsen. Genial!




Wieder zurück an unseren Mopeds sind wir etwa nach 2 Stunden. Wir wollen weiter. Und schon nach der ersten Abbiegung ist uns der Weg versperrt. Es findet gerade am nahegelegnen Campingplatz ein Trabitreffen statt. Die Straße ist für eine "Rallyetappe" gesperrt. Also umfahren wir diese Passage.
Kurz später müssen wir schon wieder stoppen. Das Pech lässt uns nicht los. Jeden Tag was Neues. Meinem Bruder ist eine Biene in den Helm und hat ihn genau am unteren Augenlied gestochen. Zefix! Das Augenlied nimmt sofort "etwas größerer Dimensionen an". Er kann sein Auge aber schmerzlos offen halten und so beschließen wir im nächsten Ort zu stoppen und kühlen sein Auge mit eine kalten Dose Cola.


Nachdem die Schwellung deutlich zurück gegangen ist fahren wir weiter. Nächster Wegpunkt ist die Burgruine in Frýdštejn. Nicht weil wir diese besuchen wollen, sondern ich gerne die Route von dort zu unserem nächsten Ziel fahren möchte. Daher gibt es hier nur einen kurzen Fotostop:


Zurück auf den kleinen Straßen genießen wir die Natur und Landschaft. Auf Grund des ersten schönen Wochenendes in diesem Jahr hat es überall einheimische Touristen. Die Tschechen wissen ihr Natur zu schätzen und genießen diese auch ausgiebig. Überall hat es Radgruppen, Wanderer und Kanufahrer.

Und dann ist sie da. Und sie hat diesmal offen! Die Mopedhöhle des Motoklub PEKELNÉ DOLY. Es wirkt hier als wäre die Hölle ausgebrochen. Hunderte von Mopedfahren tummeln sich in und außerhalb der Höhle. Also machen wir mit. Wir fahren gleich direkt in die Höhle und drehen eine Runde durch das Sandsteingewölbe. Anschließend stellen wir unsere Kisten außerhalb ab und begeben uns auf den "Catwalk". Alle Varianten von Zweirädern sind vertreten. Von 2Takt-Zweizylinder Java bis hin zur Hayabusa. Das nenne ich mal einen Mopedtreff. Die Stimmung ist relaxed und ausgelassen. In der Höhle liegt noch die ein oder andere Bierleiche auf Matratzen. Und so holen wir uns eine extrem fettige Gulaschsuppe, glotzen und saugen das Flair in uns auf.

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Gegen 15:30Uhr brechen wir allerdings auf. Unsere Herberge ist noch etwa 140km entfernt in Chomutov. Dort angekommen gibt es erstmal eine kleine Sprachbarriere. Die Dame des Hauses spricht werde englisch noch deutsch. Und wir sind dem tschechisch nicht mächtig. Zum Glück hatte ich die Buchungsbestätigung auch auf tschechisch ausgedruckt. Allerdings gibt es noch ein Wirwar wegen des gebuchten Zimmers für Tommy und Hanna. Uns so ruft sie am Handy ihren Mann an. Dieser spricht etwas deutsch und so sind die Probleme schnell beseitigt und wir erklären ihm, dass die beiden nicht kommen und wir logischer Weise die Kosten übernehmen.
Zum Abendessen bekommen wir leckeres Geschnetzeltes mit Paprikagemüse. Jammi! Leicht scharf und sehr saftig. So mag ich das.
Über Nacht dürfen wir unsere Mopeds hinten in den verschlossenen Hof schieben und anschließend sitzen wir drei noch draußen, trinken Bier und überlegen uns eine Route für die Heimfahrt.


Bis morgen



Freitag, 6. Mai 2016

CZ-Runde Tag2

Guten morgen zusammen,

es ist 7:30Uhr als der Wecker klingelt. Und einer nach dem anderen macht sich auf ins Bad. Ab 8:00 gibt es Frühstück. Um kurz vor 8:00Uhr kommt Tommy aus dem Nachbarzimmer. Hanna geht es nicht gut. Sie kann kaum noch sprechen und hat fürchterliche Halsschmerzen. Tommy beschließt mit Hanna die Heimfahrt an zu treten. Für Hanna wären die nächsten 3 Tage sicherlich so kein Spaß.
Als wir den Frühstücksraum betreten riecht es schon wunderbar nach frischen Kaffee. Das Frühstück ist als Buffett am Tresen angerichtet und es ist mehr da als man braucht. Der Blick aus dem Fenster ist wunderbar. Die Sonne scheint bereits und wir haben einen tollen Blick auf die Burg.

Nachdem unser Hab und Gut wieder auf den Mopeds verzurrt ist, ist Abschied von Hanna und Tommy angesagt. Die beiden fahren nach Westen Richtung Heimat. Für Willi, Peter und mich geht es weiter Richtung Norden. Ab jetzt ist Vater&Söhne-Tour angesagt.

Unser erstes Tagesziel ist das Schloss Hluboka nad Vltavou. Natürlich fahren wir wieder über kleine Nebenstraßen. In so einem Fall ist ein Mopednavi einfach genial. Mit Karte würde man nie diese Straßen und vielen Abbiegungen finden.




Ich habe für mich schnell einen neuen Namen für das Schloss gefunden. bei mir ist es ab jetzt das Legoschloss. Die vielen Türmchen mit ihren Zinnen erinnern mich total an Legoburgen. :-P
Solange man nicht in das Schloss will, kann man sich im Hof und auf dem Gelände ohne Eintrittspreis frei bewegen. Klasse!
Als wir wieder an den Mopeds ankommen ist es bereits nach 12:00Uhr. Für uns aber kein Anlass zu Hektik. Trotzdem wollen wir heute noch >200km fahren.

Weiter gehts es durch die kleine Seenlandschaft mit ihren zum Teil künstlich angelegten Gewässern. Überall hat es Schwäne, Graureiher, Störche, ...




Und so bummeln wir bei bestem Wetter bis zu unserem nächsten Stop: Státní hrad a zámek Jindřichův Hradec. Während Peter und Willi sich das Gebäude genauer betrachten, beschließe ich bei den Kisten zu bleiben und genieße ein ruhige 3/4-Stunde in der Sonne. (Aus dem Grund habe ich auch keine Bilder).

Jetzt gehts es nordwärts. Nächster Stop ist in der Stadt Kutna Hora. Und was gibt es dort? Logisch, das Beinhaus Sedlec-Ossarium was ich im Herbst schon besucht habe. Um 18:30Uhr parken wir vor dem Friedhof mit der Kapelle. Allerdings hat das Beinhaus seit 18:00Uhr seine Pforten geschlossen. Verdammt! Willi's Gesicht nimmt lange Züge an. Wollte er es doch unbedingt sehen. Schade. Aber Willi ist auch Willi und kennt alle Kirchen in der Stadt. Und so beschließen wir noch die UNESCO-Kirche Hl. Barbara Kathedrale zu besuchen. Auch hier sind die Tore schon geschlossen. Das faszinierende an dieser Kirche sind allerdings ihre äußeren Bögen.


Jetzt sollten wir aber wirklich mal los. Wir haben noch etwas über 70km vor uns und die Sonne beginnt schon am Horizont zu verschwinden. Licht habe ich ja zum Glück wieder. Peter hatte eine H4-Birne im Gepäck. Und so genießen wir auf dem Weg zu unserer nächsten Herberge einen genialen, extrem roten Sonnenuntergang.


Als wir an unserem Hotel in Sobotka ankommen geht alles ganz fix. Die Küche hat nur bis 20:00Uhr geöffnet und so sitzen wir artig um fünf vor Acht am Tisch. Das Stube ist gut gefüllt den Tschechien spielt gerade bei der EM im Eishockey. Das Spiel ist gewonnen, das Gejubel groß und wir verkrümeln uns in unserem Zimmer.

Bis morgen,
Tom


Donnerstag, 5. Mai 2016

CZ-Runde Tag1

Servus zusammen,

der Winter war nicht gerade kalt aber gefühlt eine halbe Ewigkeit.

Endlich durften wir wieder auf die Straße. Der 3GT (Drei-Generationen-Trupp) fährt die nächsten vier Tage nach Tschechien.
Geplant wurde nicht so viel wie für den Trip nach Korsika. Einige Ziele stehen denn noch auf dem Programm. Ein paar der Ziele habe ich ja schon besucht. Ätsch. Aber tolle "Dinge" genießt man gerne auch mehrmals.

Mit von der Party sind diesmal:
- Willi auf seiner CM400
- Peter auf seiner blauen Transe
- Tommy auf seiner weißen Transe
- Hanna als Sozia bei Tommy
- Ich auf meiner schwarzen Transe

Gestern Abend ist der ganze Trupp schon zu mir nach R angereist. Zwei Tage zuvor hatte ich schon begonnen die Bude etwas auf Vordermann zu bringen. Denn diese Nacht sind vier Gäste da. Für das Abendessen habe ich einen lecker Bauerntopf (von mir auch gerne Tom's Pampe genannt) gekocht.
Geschmeckt muss er haben, denn von den 6 Litern aus dem Topf war am Ende nur noch eine halbe Portion übrig. ;-)


Später wurde noch geblödelt und anschließend hat jeder ein kuschliges Eck zum Schnarchen gefunden.

Der Wecker klingelte artig um 7:00Uhr. Nach dem Frühstück ging es dann auch los. Erster Stop Tankstelle. Und schon ging das Gezicke los. Meine gute Transe wollte nicht so recht. Hat ständig Aussetzer. Die Batterie hat fast keine Spannung mehr. Voltmeter raus und gemessen. Sobald eine höhere Drehzahl anliegt bricht der Regler zusammen. So die erste Vermutung. Also fix einen alten Ersatzregler von Tommy eingebaut und siehe da, die Kiste läuft. Der Regler bringt allerdings viel zu viel Spannung. Und so dauerte es nicht lange bis die ersten Birnchen sich verabschiedeten. Blinker rechts, Blinker links, Standlicht, Abblendlicht und zu guter letzt auch noch das Fernlicht. Und so war ich als Erster in der Gruppe ohne Licht vorne. Hmmm. Nicht so fein. Beim Grenzübergang in Rittsteig also nochmal Pause und das genau Problem suchen. Die Batterie hatte nach der Stunde gut an Spannung aufgenommen. Immerhin das war positiv. Und so wurde gesucht, gemessen und gefummelt. Als dann plötzlich das Anlasserrelais auseinander ging war das Problem gefunden. Der Stecker, über den auch die Haupnetzversorgung mit einer 30A-Sicherung läuft ist total verschmort.
Hilft nichts. Stecker will nicht ab. Also abzwicken und die ganze Sache irgendwie anders überbrücken. Kurzerhand wurde die Sicherung von meiner Steckdose missbraucht und über diese die Spannung versorgt. Zum Starten meiner Transe darf ich die nächsten Tage immer schön die Kabel vom Anlasser zusammenhalten. Hilft ja nichts. Wir wollen ja weiter.



Da die Tour jetzt endlich störungsfrei weiter gehen konnte, abgesehen von meiner "lustigen" Startprozedur, führte uns die geplante Route über Hamry nach Srni bis hinunter zum Moldaustaussee. Die Straßen auf der östlichen, tschechischen Seite des Bayrischen Waldes sind  kaum befahren und die naturbelassenen Wälder und Wiesen laden ständig zum glotzen und bummeln ein.



In Horni Plana am Moldaustausee angekommen wird kurzerhand der Kocher ausgepackt und lecker Kaffee aufgebrüht. Bis das Wasser heiß ist, ist Zeit für das erste Gruppenfoto.

Hanna, Tommy, Willi, Tom, Peter
Von hier ist es jetzt nur noch ein Katzensprung zu unserem Tagesziel. In Cesky Krumlov (zu deutsch Krumau) angekommen beziehen wir als erstes unsere Pension. Diese hatten ich über booking.com gebucht. Wir war extrem positiv überrascht. Innen alles komplett neu.
Anschließend ging es los. Die UNESCO-Stadt will besichtigt werden. Auf Grund der frühen Saison waren recht wenig Touristen auf den Straßen und wir konnten uns sehr frei bewegen. Zuerst ging es in die Altstadt runter und anschließend auf die Burg hoch.




Zum Abendessen sind wir in eines der unzähligen Restaurants gegangen und wir bestellen alle Schnitzel. Irgendwie hatte jeder Lust auf Schnitzel. Mit vollem Ranzen und einigen Bierchen später ging es zurück zur Pension.

Gute Nacht zusammen,
Tom